Life Letter No. 32

Tut Trost gut?

Alles total schiefgelaufen heute. Du hattest einen - nennen wir es beim Namen - Scheißtag! Du bist ganz unten. Du brauchst Trost!

Die einen kaufen sich was, die anderen trinken sich einen. Trost funktioniert so: Erst passiert etwas Schlimmes, du bist gefühlsmäßig im Minus. Dann kriegst du was. Und das bringt dich wieder zurück auf Normal Null.

Hätte ich mir einfach so was Schönes gekauft oder hätte ich mir ein Bier so richtig schmecken lassen, ohne die Katastrophe vorher, dann hätte ich mich richtig gefreut. Und ich wäre deutlich über Normal Null.

Das ist das Problem mit Trost. Trost ebnet alles ein. Trost macht keinen Spaß. Trost stopft nur das Loch, durch das du zuvor gefallen bist. Trost lehrt dich, du bekommst Glück nur für zuvor erlittenes Unglück.

Die Lösung? Das Leid und die Freude entkoppeln! Den Schmerz Schmerz sein lassen und hinspüren. Auch wenn es weh tut. Und dann, wenn der Schmerz nachlässt oder fast weg ist, dann sich an der Freude freuen. Genießen, was ich tue. Auch da hinspüren.

Das Leben ist eine Sinuskurve, mal verteilt es Schmerz, mal Freude. Wenn du mehr über dein Leben wissen willst - eine Aufstellung ist besser als jeder Trost. Meine nächsten Termine sind: 14.6., 26.7. und 6.9., jeweils 11 Uhr in Mainz. Ich freue mich auf Anmeldungen unter kontakt@dieter-sdun.de

Übrigens, ihr könnt mich auch auf Instagram besuchen: https://www.instagram.com/dietersdun/

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Life Letter No. 31